
Prof. Dr.
David Weber
Gaming-Psychology und mentale Gesundheit
Ich bin Professor für Angewandte Psychologie an der FOM Hochschule und forsche an der Schnittstelle zweier Themenfelder, die auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, im Kern aber eng zusammengehören: In-Game-Monetization und -Engagement auf der einen Seite, Soziale Medien und Mentale Gesundheit auf der anderen.
Mich treibt die Frage an, was Menschen in digitalen Umgebungen bewegt – warum sie in Spielen Geld ausgeben, wie digitale Mechanismen Verhalten steuern und welche psychologischen Faktoren dabei den Unterschied machen.
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Warum diese Forschungsbereiche zusammengehören
In-Game-Monetization und soziale Medien teilen denselben psychologischen Kern. Beide Bereiche nutzen Mechanismen wie Fear of Missing Out (FOMO), soziale Vergleichsprozesse, Dark Patterns und Belohnungssysteme, um Nutzerverhalten zu beeinflussen. Wer versteht, warum ein Spieler für einen virtuellen Skin bezahlt, versteht auch, warum ein Jugendlicher stundenlang durch Social-Media-Feeds scrollt. Diese gemeinsame psychologische Grundlage, verankert in Persönlichkeitspsychologie, Motivationsforschung und Verhaltensökonomie, ermöglicht es mir, Erkenntnisse aus einem Feld direkt auf das andere zu übertragen. So entsteht eine Forschungsperspektive, die nicht in Silos denkt, sondern digitales Verhalten ganzheitlich begreift.